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Wilfried Weyer

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Daten zur Geschichte der Berliner Schützengesellschaft e. V.
Seite 6

1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989
 

                                                                                                                                          

Vorstand im Jubiläumsjahr 1982
Werner Naumann und Wilfried Weyer
         Vorsitzender          stellv. Vorsitzender

1982 100 Jahre Berliner Schützengesellschaft e.V.
Mit einem großen Programm feiern wir vom 9. bis 17. Mai 1982 unser 100jähriges Jubiläum im Schützenheim in der Hasenheide und in Kliems-Festsäle.
Jubiläumskönig wurde Kamerad Rainer Auge.
Einen überaus großen Anklang fand unsere Jubiläums-Medaille, die wir allen, über 10.000 Schützenvereinen im Deutschen Schützenbund vorstellten und die wesentlich dazu beitrug unser Fest zu finanzieren. Außer unseren befreundeten Vereinen aus Eschwege, Bremen-Blumenthal, Bonn und Wülfrath kamen zum ersten Mal Abordnungen des KKS Wremen ( Dieter Wöbber ) und des SSV Stetten ( Oberschützenmeister Hoppe und Schatzmeister Karl Rüb ).
Der Spielmannzug Vehrte e.V. machte seinen dritten Besuch bei uns und den Fanfarenzug Eschwege 1956 e.V. konnten wir erstmalig in Berlin erleben.
Die Verbindungen zum KKS Wremen und zum SSV Stetten waren durch die Kameraden Dieter Wöbber (Wremen), Karl Rüb (Stetten) und unser Mitglied Roland Mika zustande gekommen.
Trotz aller Jubiläumsfeierlichkeiten brennt die Grundstücksbeschaffung auf den Nägeln. Der Vorstand hatte sich an dem Grundstück Oderstr. 18 festgebissen und wollte nicht aufgeben.
Am 5. Januar Antrag auf Vorbescheid, am 6. Januar Vorentwurf für die Erstellung einer Schießsportanlage an den Sportausschuss.
Am 21. Januar kommt unser Bauantrag endlich auf die Tagesordnung des Ausschusses für Bauwesen.
Am 31. März teilt uns das Bezirksamt mit, dass die Alliierte Kommandantur das Bauvorhaben nicht genehmigt hat.
Am 22. Juni teilt uns der Polizeipräsident -Ord. E- mit, dass die Amerikanischen Dienststellen gegen die Errichtung der geplanten Schießsportanlage in der Oderstr. keine Einwände erheben.
Am 20. Juli teilt die Schultheiss-Brauerei mit, dass sie einer Fristverlängerung für die Räumung des Schützenheimes in der Hasenheide bis zum 31. Dezember 1982 nicht zustimmen kann und lediglich einer Fristverlängerung zum 31. Oktober zustimmt.
Am 23. August teilt der Polizeipräsident Ord. E- mit, dass die Amerikanischen Dienststellen nun doch Bedenken haben und am 5.8.1982 nun endgültig entschieden haben, für das Bauvorhaben keine Genehmigung zu erteilen.
Am 6. Oktober versucht der Vorstand in einem Gespräch mit der Flugsicherheit, Flughafen Tempelhof, die Gründe für die Ablehnung zu erfahren. Es wird in Aussicht gestellt, dass bei einer entsprechend geänderten Planung seitens der Alliierten eine neue Entscheidung herbeigeführt werden könnte.
Am 29. November 1982 wird die auf Vorschlag der Alliierten geänderte Planung dem Bezirksamt vorgelegt.


Richard Nickel
Ehrenmitglied

Unser Ehrenmitglied Richard Nickel geb. am 04. Dezember 1894 verstirbt am 11. Oktober 1982 im Alter von 87 Jahren. Er gehörte zu den Wiedergründern unserer Gesellschaft. In seiner über 60 jährigen Mitgliedschaft war er viele Jahre Sportwart und konnte vier mal die Königswürde erringen. Er war Träger der goldenen Vereinsnadel.
Am 8. Dezember 1982 gelingt es dem Vorstand aufgrund der geänderter Situation, mit der Schultheiss Brauerei den Pachtvertrag bis zum 30. Juni 1983 zu verlängern.

                                                                                                                                              
1983 Am 3. Februar 1983 wird, nachdem die Alliierten eine Genehmigung in Aussicht gestellt haben, mit einer geänderten Fassung ein erneuter Antrag auf Vorbescheid gestellt.
Am 26. Mai 1983 wird der Mietvertrag mir der Schultheiss - Brauerei letztmalig bis zum 15. August 1983 verlängert.
Am 1. August 1983 wird uns das Grundstück Oderstr. 18 vom Sportamt Neukölln überlassen. Ein gespendetes altes Behelfspostamt ( 8 x 8 m ) wird als Provisorium auf dem Grundstück aufgestellt. Der Umzug von der Hasenheide zur Oderstr. kann beginnen.
Am 8. August stellen wir uns mit einem Rundbrief den Anwohnern als neue Nachbarn vor und geben eine Information über unser Bauvorhaben.
Das Gelände in der Oderstr. 18 nimmt uns voll in Anspruch. Eine Umzäunung muss erstellt werden. Anträge müssen gestellt werden. Das Areal muss von Unrat und Müll befreit werden. Einige Mitglieder sind uns in der Planungs- und Bauphase abhanden gekommen, sodass wir nur noch 81 Mitglieder zählen können. Auf jeder Reise holen wir uns Anregungen, wie unser Schützenhaus einmal aussehen könnte. Die Hallenkonstruktion, die Einrichtung und viele Kleinigkeiten müssen festgelegt werden.
Der Aushub für das Fundament beginnt. Der Winter steht vor der Tür. Das Behelfspostamt, dass wir dem Kameraden Ulrich Wölk zu verdanken hatten leistete uns gute Dienste. Unsere sonstige Habe wurde in einem Keller des Kameraden Achim Arndt eingelagert.
Am 10. Dezember 1983 kann in der Oderstr. 18 die Grundsteinlegung vorgenommen werden.
Am 28. Dezember 1983 erteilt uns das Bau- und Wohnungsaufsichtsamt Neukölln die Baugenehmigung.

                                                                                                                                              
1984 Im Olympiajahr 1984 soll unser Schützenhaus mit Sportanlage erstehen. Unter großem Einsatz, in nur 10 Monaten, wird der Bau vollendet. Die Baukosten belaufen sich auf rund 800.000 DM. Eigenleistungen von ca. 400.000 DM werden durch unsere Mitglieder erbracht. Bis Oktober 1984 sind ohne, dass der Zeitaufwand für Grundstücksbeschaffung, Gespräche mit Bezirk, Senat, Behörden und Alliierten erfasst wurden, nur für die Arbeiten am Bau insgesamt 5.653,5 Stunden von 34 Schützenkameraden geleistet worden.
Am 9. Mai 1984 konnten wir, obwohl der Bau noch nicht fertiggestellt war, unser 1. Königsschießen in der Oderstr. durchgeführt werden. König wurde der Kamerad Ingo Kuhn.


Willi Greiner
Ehrenmitglied

Unser Ehrenmitglied Willi Greiner aus Eschwege geb. am 11. September 1898 verstirbt am 03. Juni 1984 im Alter von 85 Jahren. Er war von 1951 1963 Vorsitzender des Schützenverein Eschwege 1433 e.V. und gehört zu den Gründern der Freundschaft zwischen Eschwege und Berlin.
Vom 19. bis 21. Oktober 1984 konnte die Berliner Schützengesellschaft stolz zur feierlichen Einweihung des neuen Schützenhauses einladen.
Am 19. Oktober 1984 wurden an einem Kameradschaftsabend die Mitglieder, die sich am Bau aktiv verdient gemacht haben, mit der Verdienstmedaille in Gold und Silber, ausgezeichnet.
Nach den geleisteten Arbeitsstunden gehörten zu den TOP TEN die Kameraden Hans Dieter Lehmann 784 Stunden, Peter Neumann 743, Ingo Kuhn 461,5, Horst Kruschinsky 460, Jürgen Gabler 425,5, Ulrich Wölk 361,5, Rainer Auge 305,5, Karl Stange 251,5, Klaus Mischok 204 und Christoph Kociok 187.


Schützenhaus Oderstraße

Am 20. Oktober 1984  erfolgt die feierliche Einweihung durch den Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin und Ehrenmitglied des Deutschen Schützenbundes, Peter Rebsch, in Anwesenheit des Bezirksbürgermeisters von Neukölln Arnulf Kriedner.

                                                                                                                                              
1985 Im Februar wird eine Vereinsfahrt in den Frankenwald mit einem Wochende im Steinwaldhaus für unsere Mitglieder veranstaltet.
Am 12. Juni 1985 wird der Berliner Schützengesellschaft e.V. gegründet im Juli 1882 die Sportplakette des Bundespräsidenten als Auszeichnung für die in langjährigem Wirken erworbenen besonderen Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports verliehen. Damit wird die Vereinsarbeit von über 100 Jahren gewürdigt.
Schützenschwester Ingrid Brehm qualifiziert sich zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft.

                                                                                                                                              
1986 Am 1.Januar 1986 belaufen sich die Verbindlichkeiten auf 136.000 DM.
Im September besuchen wir zum ersten Mal, in Stetten am Heuchelberg (Baden-Württemberg), unsere Schützenfreunde zum 60 jährigen Bestehen des SSV Stetten.

                                                                                                                                              
1987 Der 10. Deutsche Jugendtag findet in Berlin statt. Auch hier sind die Mitglieder der Berliner Schützengesellschaft gefordert, ebenso wie beim Treffen des deutsch-französischen Jugendwerkes.
Der 36. Deutsche Schützentag findet vom 30. April  02. Mai 1987 in Berlin statt. Das Bundesschießen wird auf der Sportanlage der Berliner Schützengesellschaft in der Oderstr. durchgeführt. Die Schützenkameraden Werner Naumann, Wilfried Weyer und Eberhard Hinsche werden vom Präsidenten des DSB, Andreas Hartinger mit der „Medaille des Präsidenten“ für ihre tatkräftige Mitarbeit im Organisationskomitee des Deutschen Schützentages ausgezeichnet.

                                                                                                                                              
1988 Der Grill auf unserem Schützenplatz wird fertiggestellt und wird am 12. August 1988 im Rahmen eines Sommerfestes eingeweiht.
Vereinsfahrt zum Sportschützenverein „Heuchelberg“ e.V. Stetten a. H. mit Schlauchbootregatta auf dem Neckar in Heilbronn.
Unser Mitglied Wolfgang Schmidt, geb. am 07. Juni 1921 verstirbt am 06. Dezember 1988 im Alter von 67 Jahren. 1966 und von 1973 bis 1985 war er Schriftführer unserer Gesellschaft. Er war Träger der goldenen Vereinsnadel.
Von 1965 bis 1977 war er Schriftführer des Kreises II im Schützenverband Berlin-Brandenburg e.V.

                                                                                                                                              
1989 Am 4. März wird der seit 1977 im Amt befindliche stellvertretende Vorsitzende Kamerad Wilfried Weyer zum Vorsitzenden der Berliner Schützengesellschaft e.V. gewählt. Der langjährige Vorsitzende Kamerad Werner Naumann war aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten.
Eine geplante Beitragserhöhung von DM 5,-- pro Monat für alle Mitglieder über 18 Jahre wird ausgesetzt.
Am 03. Juli 1989 wird anlässlich des Schützenfestes in Bremen-Blumenthal der Schützenverein Wülfrath von 1929 e.V. in den Freundschaftsbund Berlin-Blumenthal-Bonn-Eschwege aufgenommen.
Herbeigesehnt, aber doch unerwartet und plötzlich. Am 09. November 1989 fällt die Mauer. Endlich können wir uns frei bewegen. Wir bekommen Kontakt mit Sportlern aus dem Ostteil unserer Stadt und darüber hinaus. Wir versuchen zu helfen und zu beraten wo wie nur können. Besonders enge Kontakte entstehen über den Schützenbruder Thomas Berlin zu den Rummelsburger Schützen.

 

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